Maria Montessori und ihre Pädagogik

Maria Montessori war eine italienische Ärztin und entwickelte eine Pädagogik, welche das Kind in seiner Persönlichkeit respektiert sowie die Wichtigkeit der individuellen Entwicklung und des selbstbestimmten Lernens hervorhebt. Maria Montessori legt in ihrer Pädagogik großen Wert auf die ganzheitliche Bildung von Kindern.

Die Rolle der Natur in der Montessori-Pädagogik

Maria Montessori war davon überzeugt, dass die Natur der ideale Lernort ist.
Durch den Kontakt mit der Natur, durch die Bewegung im Freien und das forschende Spiel mit den Materialien der Natur, machen die Kinder wertvolle Erfahrungen und können dadurch ihre Sinne schärfen. Die Kinder bauen dadurch eine bedeutungsvolle Beziehung zur Natur und Umwelt auf und werden sensibilisiert für die Schönheit und Verletzlichkeit der Natur.
Hierdurch werden der Respekt und die Wertschätzung für die Natur unterstützt … ein wesentlicher Grundgedanke der Montessori-Pädagogik.

Naturerfahrungen in der Montessori-Pädagogik

Das bedeutet Erde in den Händen halten, im Regen und im Schnee, einfach bei jedem Wetter draußen sein und spüren, wie es sich auf der Haut anfühlt, unter freiem Himmel die Pflanzen und Tiere beobachten und ebenso den Wechsel der Jahreszeiten mit allen Sinnen und mit all seinen Schönheiten zu spüren und zu erleben.
Die Kinder erleben im Draußensein in der Natur den Jahreskreis sehr bewusst und mit all ihren Sinnen:
Der Frühling zeichnet sich aus durch das Erwachen der Natur und des Lebens.
Das Element Erde steht nun im Vordergrund und wir fühlen uns sehr eng mit der Natur verbunden.
Der Sommer bringt uns das Genießen und das Wohlleben nahe.
Das Element Wasser erlangt eine neue Wahrnehmung und wird zu einem kostbaren und notwendigen Gut.
Der Herbst segnet uns mit der Ernte, dem Zusammenkommen der Familie, den Vorbereitungen auf den Winter und dabei mit einer gewissen Nostalgie.
Der Wind und das Element Luft geben uns neuen Auftrieb und wir rüsten uns für den Winter.
Im Winter ist Zeit für Muße und zum Innehalten.
Das Element Feuer bestimmt nun unseren Alltag, wärmt unser Innen und Außen und verwöhnt uns mit Ruhe.

Maria Montessori forderte immer wieder dazu auf,
die Kinder mit der Natur in Kontakt zu bringen:

„Keine Beschreibung, kein Bild, kein Buch kann das wirkliche Sehen der Bäume mit dem ganzen Leben, das sich um sie herum in einem Wald abspielt, ersetzen. Die Bäume strömen etwas aus, was zur Seele spricht, etwas, was kein Buch und kein Museum vermitteln könnten. Der Wald, den man sieht, offenbart, dass es darin nicht nur Bäume gibt, sondern eine Gesamtheit von Lebewesen. Und diese Erde, dieses Klima, diese kosmische Macht sind für alle diese Lebewesen notwendig, damit sie sich entwickeln können. … So oft wird die Seele des Menschen – besonders die des Kindes – dessen beraubt, weil man sie nicht mit der Natur in Berührung bringt.“
(Maria Montessori: Kosmische Erziehung, Freiburg 1988)